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Für Autos zu schade

KoSP
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Ort: Berlin Prenzlauer Berg
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Beigetreten:
17.10.2014

Das Ufer soll Fußgängern und Radfahrern gehören. Gemeinsam. Leicht gesagt, aber wie geht das zusammen? Hier in Ruhe sitzen und dort der intensiv genutzte Radweg. Sollte man die Wege von Fußgängern und Radfahrern besser trennen oder gemeinsam führen?

Für Autos ist das Spreeufer viel zu schade – so der Tenor der Diskussion mit Bürgern und Anwohnern in den letzten Jahren. Waren Anfang der 90er Jahre noch „normale“ Straßen am Spreeufer geplant, soll die Kfz-Benutzung jetzt nur noch ausnahmsweise für Rettungs- und Pflegefahrzeuge erlaubt sein. Nur für die alte Eisfabrik, die ggf. zum Kulturzentrum ausgebaut wird, soll eine Kfz-Anbindung am Spreeufer in Verlängerung des Paula-Thiede-Ufers möglich sein.

Stadtbär
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Beigetreten:
03.01.2015

KFZ nur als Ausnahme. Schnellere (Rad/Joggen/Gehen...) und langsame Bereiche ( Stehenbleiben/Schauen, ans Ufer legen, Sitzmöglichkeiten, Angler?...)

flm

Was heißt nur? Das Paula-Thiede-Ufer ist ein Produjt der seltsamen Altplanungen.
Es darf auf keinen Fall verlängert werden und man muß anfangen, den Rückbau zu planen.

Stadtbär
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Beigetreten:
03.01.2015

Solche Straßen wie das Paula-Thiede-Ufer oder den Bona-Preisler-Weg könnte man zu "Begegnungszonen" umwandeln und den ruhenden Kfz-Verkehr daraus verbannen. Alle Verkehrsarten sollten zumindest gleichberechtig sein.

In der Machbarkeitsstudie steht, dass der Boden dort nachgibt und Richtung Spree wegrutscht. Es könnte also sein, dass so eine Mauer wie am Paula-Thiede-Ufer über die ganze Länge notwendig wäre. Wie ist das, gibt es dazu genauere Erkenntnisse? Wie ließe sich das mit einem naturnah gestalteten Ufer vereinbaren? Kann der Baugrund auf andere Weise gesichert werden?

KoSP
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Ort: Berlin Prenzlauer Berg
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Beigetreten:
17.10.2014

Tatsächlich gab es in der Vergangenheit Gebäudesetzungen im Spreeuferbereich. Diese sind in Ufernähe jedoch keine Seltenheit. Selbstverständlich muss das Ufer abgefangen werden. Dafür gibt es jedoch verschiedene bautechnische Möglichkeiten, die nicht zwingend die Errichtung von Mauern erfordern.

Um genauere Erkenntnisse zur Beschaffenheit des Bodens zu gewinnen, wird zurzeit eine Untersuchung des Baugrunds und der Uferbefestigungen durchgeführt. Mit Ergebnissen ist jedoch erst in einigen Monaten zu rechnen.

Stadtbär
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Beigetreten:
03.01.2015

Danke für die Antwort! Hab mal die allwissende Suchmaschine befragt und jetzt eine bessere Vorstellung, wie das umgesetzt werden könnte.

Robin
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Ort: Bewohner Spreefeld, Mitglied Spreeacker
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Beigetreten:
11.12.2014

Ich stelle mir einen gemeinsamen Weg für Fußgänger und Radfahrer vor auf dem die Fußgänger Vorrang haben. Wer mit dem Fahrrad schnell von A nach B kommen möchte, der kann den parallelen Radweg auf der Köpenicker Straße nutzen. Der Spreeuferweg sollte eher langsameren Charakter haben. Das kann durch den Belag und die Wegeführung beeinflusst werden (also kein schneller asphaltierter Belag, keine langen geraden Strecken).

Klaus Matthiessen
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Beigetreten:
29.01.2015

Ich finde auch, dass das schnelle Radfahren auf der Straße stattfinden kann und der Uferweg zum Flanieren, Sitzen oder Liegen dasein sollte. Und es sollte schöne Cafés geben!

Edu
Ort: Berlin
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Beigetreten:
31.01.2015

Stimme "Klaus Matthiessen" und "Robin" voll zu. Für schnelle Radfahrer eignet sich die Köpenicker Str. sicherlich viel besser. Eine Spreepromenade sollte vor allem dem Flanieren und und "Auf-Parkbänken-sitzen" dienen.

Jan

Wichtig ist für mich die Erreichbarkeit des Naherholungsgebiets Treptower Park. Das geht am Besten mit dem Fahrrad. Ein gemeinsamer Weg funktioniert ja auch an anderer Stelle. Auf Fußgänger achten versteht sich für die Mehrheit von selbst. Ein eigener Radweg gaukelt nur vor, man müsse auf Fussgänger keine Rücksicht nehmen.

MelchiorBlockOst
Ort: Postfuhramt
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Beigetreten:
03.02.2015

Der Spreeuferweg darf ruhig so breit sein, dass Radfahrer und Fußgänger bequem Platz haben. Wer sein Haus zu dicht ans Ufer setzt, vereitelt dies und trägt für daraus entstehende Kompromisse Verantwortung.
Ein langsamer Charakter mag begrüßenswert erscheinen, wird hingegen durch Technogestampfe aus der Nachbarschaft ad absurdum geführt.

Jan

Getrennte Wege sind nur eine scheinbare Lösung. Ohne Rücksicht geht es nie. Am Landwehrkanal funktioniert es.