BA-Beschluss zur Erschließung des Spreeufers

Ein wesentliches Sanierungsziel für die Nördliche Luisenstadt ist die Schaffung eines durchgängigen öffentlich nutzbaren Spreeufers zwischen Inselbrücke und Schillingbrücke. Daher ist dieser Uferabschnitt vollständig in das Sanierungsgebiet integriert worden. Erklärtes Ziel ist es, bis zum voraussichtlichen Abschluss der Sanierung im Jahr 2026 eine durchgängige und öffentlich nutzbare Uferzone herzustellen. Das Spreeufer soll dabei im Rahmen der Sanierungstätigkeit für die Öffentlichkeit erschlossen, besser zugänglich gemacht und neu gestaltet werden. Attraktive Uferzonen und „grüne Wege“ sollen die Luisenstadt besser mit den benachbarten Quartieren verknüpfen, zusätzliche Freizeit-, Spiel- und Erholungsangebote generieren und Ansiedlungsimpulse für Wohnen und Gewerbe auslösen. Bei der Planung sind neben den gestalterischen Aspekten auch die Belange der Verkehrssicherheit zu berücksichtigen.

Der BA-Beschluss Nr. 169 (April 2012) zur Konkretisierung städtebaulicher Sanierungsziele definiert daher u. a. folgende Punkte:

  • öffentliche Nutzung des Spreeufers für Freizeit-, Spiel- und Erholungszwecke sowie Fußgänger- und Fahrradverkehr,
  • Anlage einer durchgängigen Uferpromenade zwischen Märkischem Platz und Schillingbrücke als öffentliche Grün- bzw. Verkehrsfläche mit besonderer Zweckbestimmung (ohne regulären Kfz-Verkehr, ausnahmsweise Erschließungs- und Rettungsverkehre zulässig),
  • Schaffung von frei zugänglichen und nicht kommerziell genutzten Orten, Plätzen und Freiräumen am Wasser, die der Kommunikation dienen und die Erlebbarkeit der Wasserlage für Jedermann gestatten,
  • Schaffung von attraktiven Bezügen zwischen Stadtgebiet und Spreeufer, Offenhaltung von Sichtbezügen zur Spree, Zugänge von privaten Grundstücken zum Spreeufer,
  • Anlage einer zusätzlichen öffentlichen (Verkehrs-) Erschließungsanlage zwischen Köpenicker Straße und Spreeufer („Stichstraße“ Köpenicker Straße 50),
  • Flächensicherung bzw. Ankauf aller erforderlichen Uferflächen sowie der Erschließungs- und Zugangsflächen durch Berlin, ausnahmsweise: Sicherung von öffentlichen Zugangsrechten über private Flächen durch Berlin (Baulasten, Geh-, Fahr- und Leitungsrechte, städtebauliche Verträge),
  • Einbindung der Spreeuferpromenade im Sanierungsgebiet in den gebietsübergreifenden Berliner „Spreeweg“ (Bestandteil der „20 Grünen Hauptwege“ Berlins), Verknüpfung mit dem Kreuzberger Spreeuferabschnitt (kooperative Projektentwicklung).